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Edward O'Neill - |
Interview |
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In Ihrer Rolle als Al beherschen Sie die Schnell-Rammel-Nummer bestens. Was bedeutet Ihnen Sex wirklich? | |
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Ed: Einiges. Aber ich glaube, ich törne die Frauen ab. Irgenwie bin ich von meiner Persönlichkeit her zu merkwürdig. Frauen meinen wohl, daß ich schlampig wäre. Die fallen mir nicht um den Hals. Auch wenn sie es tun würden, würden sie auf jeden Fall vorher eine Denkpause einlegen. |
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Legte Ihre Frau Cathy auch eine Denkpause ein, bevor sie Sie vor zwölf Jahren heiratete? |
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Ed: Es war schon eine große Sache für sie. Aber der Vorschlag kam von mir. Als ich eine Rolle in der Serie bekam, wohnten wir noch in New York. Ich dachte einfach, es wäre besser für alle Beteiligten, wenn wir heiraten. |
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Es hört sich eben nicht so gut an, wenn man sagen muß: "Das ist meine Freundin aus New York:" War das etwa der einzige Grund? |
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Ed: Die Sicherheit hat auch eine Rolle gespielt. Schließlich weiß man nie, was passiert, wenn mann viel Geld verdient. Ich hätte ja ausflippen oder Star-Allüren bekommen und anfangen können, mit 16jährien Starlets rumzuhängen. |
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Waren Sie auch in Cathy verliebt? | |
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Ed: Cathy ist die einzige Frau, in die ich jemals wirklich verliebt gewesen bin. Wir leben zur Zeit getrennt, aber wir stehen uns sehr nahe. Die Liebe hält uns immer noch zusammen. Das Gefühl ist so mächtig, daß es beinahe ein physischer Schmerz ist, wenn es einem genommen wird. |
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Sie sind also mehr auf feste Beziehungen aus als auf schnelle Abenteuer? |
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Ed: (lacht) Ich bin sehr männlich. Und ich habe auch die gemeinen Eigenschaften eines Mannes. Aber ich bin inzwischen seit zwölf Jahren mit Cathy zusammen. Das eine lange Zeit. Da kann mann nicht einfach so ausflippen wie die anderen. Da muß man schon wissen, wo's langgeht |
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Was war Ihr bestes Sex-Abenteuer bisher? | |
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Ed: Das war in den 70ern. Ich war wieder mal im Park, um Mädchen anzubaggern. Und die, die mich interessierte, machte gerade Yoga und spielte Gitarre. Ich setzte mich zu ihr. Sie stellte mir ihre kleine Katze vor, die sie auf den Namen "Peace" getauft hatte. Als wir gerade dabei waren, uns näherzukommen, sprang "Peace" auf ein Eichhörnchen und zu zerfetzte es. Das war so komisch (lacht). Das Mädchen war völlig außer sich. Leider war die Romantik dahin. |
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Wie haben Sie versucht, die Girls rumzukriegen? | |
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Ed: Als der Vietnam-Krieg anfing, bin ich durchgedreht. Hab' Schlaghosen getragen und die Haare wachsen lassen. Ich sah aus wie ein Idiot. Viel lieber hätte ich nur Jeans und T-Shirt getragen. Aber alle waren damals in der Friedensbewegung aktiv. Und das war eben meine Masche. Ich mußte immer höllisch aufpassen, daß ich nicht etwas wie "Ich esse gern Fleisch" sagte. Sonst hätte ich mich ja enttarnt. Eigentlich wollte ich immer nur gefickt werden und Bier trinken. |
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Sie haben den Leuten etwas vorgemacht? | |
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Ed: Ich war unecht. Aber das waren viele Menschen zu dieser Zeit. Alles war nur eine Ausrede, um Spaß zu haben. Aber ich hatte schon Schuldgefühle deswegen. Ich kam mir vor wie ein Narr, ein Außenseiter. |
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Bier trinken und gefickt werden: War das alles? | |
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Ed: Das war's, was ich wollte. Und das habe ich auch getan. Aber dann habe ich bei den "Pittsburg Steelers" vorgespielt. Das war eine Football-Manschaft, die auf mich aufmerksam geworden ist, als ich College Football spielte. |
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Haben Sie den Sprung in die Profi-Liga geschafft? | |
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Ed: Nein. Ich sagte mir damals: "Fuck Football." Eigentlich habe ich nur vorgespielt, weil es nichts besseres zu tun gab. Die haben mich dann auch nicht genommen, weil sie mich wild und undiszipliniert hielten. Ich ließ mich durch alles ablenken. |
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Al war in seiner High School-Zeit ein Football-Star. Waren Sie auch so gut? |
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Ed: Nein. Ich war kein Star. Ich war sehr dünn und sehr klein. Im letzten Schuljahr habe ich auch nur knapp als Football-Spieler bestanden. Ich war echt verzweifelt. Meine Freunde waren alle in der Manschaft, also mußte ich es auch schaffen. Deswegen war ich wohl auch ein sehr aggressiver Spieler. Ich wollte der Beste sein. Aber ich war schließlich nur einer der guten Spieler. |
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Wird man als Football-Spieler von den Mädchen umschwärmt? | |
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Ed: Was Mädchen anbelangt: ich hatte keine Zeit, kein Geld, kein Auto und kein Selbstvertrauen. Ich glaube, meine erste Verabredung hatte ich erst im letzten Schuljahr nach der Football-Saison. Es muß ziehmlich langweilig gewesen sein. Ich weiß nicht einmal mehr, was wir gemacht haben. |
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Was haben Sie nach der High School gemacht? | |
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Ed: In dem Sommer nach meinem Abschluß sind wir alle ausgeflippt. Haben Bier getrunken, sind in unseren Autos rumgefahren und haben uns geprügelt. Es war ein wahnsinniger Sommer. Da habe ich erst richtig angefangen, die Mädchen zu entdecken. Ich bin dann in die "Ohio Univerity" gegangen. Habe Kunst und Geschichte Studiert und Football gespielt. Aber mein Interesse galt ganz allein den Mädchen, meinen Freunden und dem Sport. Ich hab nur das Allernötigste für die Schule getan. |
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Hat es geklappt? | |
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Ed: Ja. Zwei Jahre lang bin ich so durchgrutscht. Aber beim Sport verstand ich mich mit meinem Trainer nicht. Ich bin dann zurück nach Youngstown, Ohio, gegangen und habe mich an einer kleineren staatlichen Uni eingeschrieben. Als mich die "Steelers" dann nicht genommen haben,bin ich mit einem Kumpel nach Miami. |
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Einfach so? | |
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Ed: Ja. Wir gingen nach Fort Lauderdale und mieteten uns ein Appartement. Sammy und ich wollten den Winter in Florida verbringen. Ich bekam einen Job als Laufbursche in einem Hotel. Sammy haben sie als Cocktail-Mixer hinter den Tresen gestellt. nach sechs Monaten gingen wir nach Ohio zurück. |
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Haben Sie sich da weiter mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen? | |
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Ed: Ich fing damit an, die sechste Klasse in Sozialkunde zu unterrichten. Ich hatte zwar keine Ausbildung als Lehrer, aber genügend College-Stunden. Ich wurde als Aushilfe eingesetzt für jemanden, der einen Nervenzusammenbruch hatte. Als ich an der Schule eintraf, hatten sie schon drei Lehrer durch. Keine Schule, die im Fernsehen gezeigt wird, kommt dieser nahe. Das war komisch, immerhin hatten die Lehrer wegen Sechstklässlern Nervenzusammenbrüche. |
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Wie sind Sie mit denen fertig geworden? | |
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Ed: Ich ging rein und wurde wegen meines Bartes, den ich damals trug, auf den Namen "Wolfman" getauft. Erst versuchten sie, mich loszuwerden. Aber dann hatten die echt Angst vor mir. Gleich am ersten Tag ließ ich mir von jedem die Telefonnummer geben. Ich machte Verabredungen mit den Müttern ab und besuchte sie. Es bedeutet schon etwas für ein Kind, wenn es in die Küche kommt, und sein Lehrer sitzt gemütlich mit seiner Mutter beim Kaffee. Dann hat es einen ganz anderen Effekt, wenn man am nächsten Tag zu ihm sagt: "Du setzt dich jetzt hin und hältst den Mund!" Ich könnte ja seine Mutter anrufen, schließlich kenne ich sie persönlich. Aber eigentlich hatte ich die Kinder gerne. Es war eine tolle Erfahrung. |
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Wie sind Sie schließlich zur Schauspielerei gekommen? | |
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Ed: Ich hab' schon geschnallt, daß ich ein guter Bühnenschauspieler war. Aber ich wußte nichts vom Film. Und ich war kein Paul Newman-Typ. Deswegen dachte ich, daß die Bühne für mich das Richtige wäre. Ich bin also mit 30, 31 nach New York gegangen. Einfach so, ohne einen großartigen Plan zu haben. Das war schon eine verrückte Sache. Ich wußte ja nicht einmal, wo die verfickten Schauspieler rumhingen. Aber irgendwie bin ich dann doch am Broadway gelandet. Habe Cathy kennengelernt. Und die Rolle in der Serie bekommen. |
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Hat es Ihnen die Figur des Al Bundy sofort angetan? | |
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Ed: Ich bin von New York nach Los Angeles geflogen, um vorzusprechen. Ich habe die ganzen Leute getroffen. Dann sollte ich später noch ein zweites Mal vorsprechen. Aber ich wollte gar nicht hin. Die Fliegerei ging mir unheimlich auf die Nerven. Also gab ich Cathy das Drehbuch, damit sie mir ihre Meinung sagte. Als sie anfing zu lachen, war's das für mich. Ich bin nach L.A. und hab' die Rolle bekommen. |
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Überlassen Sie Ihrer Frau immer die wichtigen Entscheidungen? | |
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Ed: Oftmals tue ich das wirklich. Nach unserer Trennung habe ich selbstständig einige wichtige Entscheidungen getroffen. Heute wünschte ich mir, daß ich es gelassen hätte. Ich bin damit voll ins Fettnäpfchen getreten. |
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Quelle unbekannt | |
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